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Ratenkredite

Ratenkredite bereits ab 500 Euro


Ratenkredite sind Darlehen, die sich durch die Rückzahlung in monatlich gleichen Raten auszeichnen. Die Kredite werden üblicherweise kurz- und mittelfristig vergeben, die Laufzeiten reichen von zwölf Monaten bis zu sieben Jahren. In Einzelfällen werden Ratenkredite auch über 120 Monate, also zehn Jahre vergeben.
Die Kreditsummen, die mit Ratenkrediten aufgenommen werden können, sind je nach Bank sehr unterschiedlich. So gibt es beispielsweise Anbieter, die ihren Ratenkredit bereits ab 500 Euro Kreditsumme vergeben, bei anderen Instituten hingegen betragen die Mindestkreditsummen 5.000 Euro. Auch bei den maximal möglichen Kreditsummen unterscheiden sich die Institute erheblich, maximal können zwischen 30.000 – 75.000 Euro aufgenommen werden. Dieses Geld kann bei Ratenkrediten frei verwendet werden, ein Verwendungsnachweis an die Bank ist nicht notwendig.

Grundsätzlich wird der Ratenkredit während der vereinbarten Laufzeit vollständig getilgt. Hierzu wird die Kreditsumme zuzüglich der zu zahlenden Bearbeitungsgebühr addiert. Die während der Laufzeit fälligen Zinsen werden beim Ratenkredit bereits im Voraus berechnet und ebenfalls der Kreditsumme zugerechnet. Diese Gesamtsumme wird anschließend durch die Anzahl der gewählten Laufzeitmonate geteilt. Daher gilt: Je länger die Laufzeit vereinbart wird, desto niedriger ist die monatliche Belastung. Da jedoch die Zinsen monatlich berechnet werden, erhöhen sich durch eine lange Laufzeit auch die Gesamtkosten. Günstige Banken bieten in den meisten Fällen an, die Raten bzw. die Laufzeit flexibel zu wählen, um die Belastung auf das monatliche Budget abzustimmen. Um die Flexibilität des Ratenkredites zu erhöhen, sind mitunter Sondertilgungen oder Ratenaussetzungen unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Ratenkredite werden bei den meisten Banken ausschließlich an Privatkunden vergeben. Die Kreditvergabe an Selbstständige steckt erst noch in den Kinderschuhen, lediglich einige Direktbanken vergeben ihre Ratenkredite auch an diese Berufsgruppe. Um einen Ratenkredit zu erhalten, müssen Antragsteller ein festes monatliches Einkommen nachweisen können, bei Arbeitnehmern muss zudem die Probezeit abgelaufen sein.
War die Kreditprüfung bei Ratenkrediten noch vor einigen Jahren sehr aufwändig, haben die Banken ihre Kreditprüfungen in den letzten Jahren zunehmend standardisiert. Auch aus diesem Grund werden für die Kreditvergabe in der Regel keine Sicherheiten benötigt. Bei Arbeitnehmern wird einzig die Abtretung der Lohn- und Gehaltsansprüche vereinbart. Sollte der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, wird der Arbeitgeber über die Abtretung informiert. Er muss dann das Einkommen über der Pfändungsfreigrenze an die Bank überweisen.